#GlobFor18: In den alten Palästen von Rom - die Zukunft der Demokratie entwickeln

Erfahrungsbericht zum Auftakt des "Global Forum on Modern Direct Democracy" von Claudine Nierth (Bundesvorstandssprecherin) und Roman Huber (Geschäftsführender Bundesvorstand).

Das Ambiente ist atemberaubend, wir sitzen im alten Palast mitten im Herzen Roms, zusammen mit 800 Gästen aus 90 Nationen, einzig und allein, um sich vier Tage auszutauschen über die weltweite Entwicklung der direkten Demokratie. Die Bürgermeisterin von Rom begrüßt uns warm und herzlich, reicht dann das Mikrofon an den italienischen Minister für direkte Demokratie, Riccardo Fraccaro, weiter. Einzigartig, weltweit!

Noch vor wenigen Jahren ein Mitstreiter von uns in Südtirol, heute Minister über die 5-Sterne-Bewegung. In wenigen Sätzen bringt er den Anlass dieser Konferenz auf den Punkt: Wir müssen nicht die Märkte globalisieren, sondern die guten Ideen und Erfahrungen, vor allem die für die Weiterentwicklung der Demokratie. Nicht die Demokratie sei in der Krise, sondern das Vertrauen in die Politik.

Die Zukunft der Demokratie sei die Veränderung des Verhältnisses der Bürger/innen zur Politik – die Menschen wollen sich beteiligen! Was für ein Aufschlag! Es ist die siebte Konferenz - nach Korea, Kalifornien, Uruguay, Tunesien und Baskenland. Der von den Mainstream-Medien in Deutschland proklamierte Abgesang auf die direkte Demokratie wirkt hier wie eine ahnungslose Meinung.

Das Gegenteil ist der Fall, Demokratieentwicklungen sind weltweit auf dem Vormarsch, vor allem die direktdemokratischen Entwicklungen. Das Publikum ist bunt, jung und alt, weiblich und männlich gut gemischt, aber vor allem fachlich fit. Fakten zählen, Erfahrungen und best practise werden ausgetauscht. Zusammenhalt für die Demokratie. Fühlbar. Die Co-Präsidenten des Forums, Joe Mathews und Bruno Kaufmann, sowie das Team von Democracy International haben ein wunderbares Programm zusammengestellt.

Der Stadtrat von Rom hat das "Global Forum on Modern Direct Democracy" offiziell gebeten, eine Magna Charta zu verfassen. Darin soll beschrieben werden, was eine Stadt wirklich demokratisch macht. Alle Straßen führen nach Rom und alle Straßen führen auch von Rom in die Welt. Die Charta soll ein Jahr in den demokratischen Städten der Welt bearbeitet und 2019 in Taiwan verabschiedet werden.

Taiwan führte erst kürzlich die direkte Demokratie mit einem Initiativrecht von unten ein. Nun dürfen die Taiwanesen bereits am 24. November über die ersten zehn Inhalte abstimmen. Unter anderem über die Ehe für alle, Importverbot von radioaktiv verseuchten Lebensmitteln (Fukushima), die Nutzung des vierten Atomkraftwerkes oder die Luftverschmutzung...

Wir werden in den nächsten Tagen weiter von der Konferenz berichten. Schauen Sie vorbei!

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Dieser Beitrag wurde veröffentlicht von Charlie Rutz:

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