Varoufakis zweifelt an Gestaltungskraft der deutschen Parteien

23.09.2017

Interview-Serie: Demokratie-Experten zu Herausforderungen und Chancen

Nach Ansicht von Yanis Varoufakis bietet das deutsche Parteiensystem unmittelbar vor der Wahl ein trauriges Bild. SPD und Grüne hätten mit Vertrauensverlust zu kämpfen, die Linke sei gespalten, FDP und Union seien nicht bereit, notwendige politische Reformen auf den Weg zu bringen. Das äußerte der ehemalige griechische Finanzminister im Rahmen der Interview-Serie „Perspektiven der Demokratie: Herausforderungen und Potentiale“, einem gemeinsamen Projekt von Mehr Demokratie und acTVism munich.

„Immer mehr Menschen sind mit den Parteien unzufrieden. Das heißt, wir haben ein Legitimitäts-, und damit auch ein Demokratiedefizit“, sagt Ralf-Uwe Beck, Bundesvorstandssprecher von Mehr Demokratie. „Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, ist es höchste Zeit, direkte Demokratie als Ergänzung der parlamentarischen Demokratie auch auf Bundesebene einzuführen. Das sehen übrigens auch die Bürgerinnen und Bürger so. Mehr als 70 Prozent sprechen sich regelmäßig für bundesweite Volksentscheide aus.“ Bundesweite Volksabstimmungen wären ein Mittel, um notwendige politische Reformen anzustoßen, betont Beck.

Das heute (23.9.) veröffentlichte Interview auf dem You-Tube Kanal von Mehr Demokratie e.V.:

https://www.youtube.com/watch?v=iO1KTagPHBQ

 

+++ Hintergrund +++

Neben Yanis Varoufakis haben Mehr Demokratie und acTVism vor der Bundestagswahl mit fünf nationalen und internationalen Experten die Lage der Demokratie in Deutschland und international beleuchtet. Zu den Themen Konsum, Freiheit, Digitalisierung und Demokratie sprechen Prof. Dr. Gerald Hüter (Buchautor und Vorstand der Akademie für Potentialentfaltung), Andreas Bummel (Demokratie ohne Grenzen), Katharina Noccun (Netzaktivistin), Christian Felber (Gemeinwohlökonom und Buchautor) sowie Prof. Dr. Richard D. Wolff (US-Ökonom). Alle Experten teilen trotz unterschiedlicher Perspektiven und Schwerpunkte die Ansicht, dass grundlegende gesellschaftliche Weichenstellungen notwendig sind, diese bisher aber unzureichend angegangen wurden.

 

Alle Interviews: https://www.youtube.com/playlist?list=PLRLt57BRPAiLQXmkNlD7rINt132dXadT6

 

Bei Rückfragen: Simon Strohmenger, Mehr Demokratie, 0160/960 20 24 26


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