Direkte Demokratie für Einsteiger und Fortgeschrittene

15.12.2008

Von: Anne Dänner

[Literaturhinweis] Standardwerk "Mehr direkte Demokratie wagen" in der 2. Auflage

Während den Parteien die Mitglieder davonlaufen, boomt die direkte Demokratie in Deutschland wie nie zuvor. Allein 2007 wurden 27 neue Volksbegehren und -initiativen auf Landesebene und knapp 300 neue Bürgerbegehren auf Gemeindeebene eingeleitet. Der Tatsache, dass immer mehr Menschen die Gestaltung ihrer Zukunft selbst in die Hand nehmen wollen, trägt ein neuer Sammelband Rechnung.

 

Mit "Mehr direkte Demokratie wagen", herausgegeben von Prof. Dr. Hermann K. Heußner und Priv.-Doz. Dr. Otmar Jung, erscheint das deutschsprachige Standardwerk zur direkten Demokratie in der zweiten, völlig überarbeiteten Auflage. Das allgemein verständlich geschriebene Buch liefert theoretische und historische Grundlagen, gibt einen Überblick über die Situation auf Bundes-, Landes- und Gemeindeebene und wirft einen Blick über den deutschen "Tellerrand" hinaus. Neben Experten aus den Politik-, Rechts-, Wirtschafts- und Geschichtswissenschaften kommen Praktiker wie Vertrauenspersonen von Volksbegehren zu Wort.

 

Auf knapp 480 Seiten beschäftigen sich die 33 Autoren mit Fragen, die im Zusammenhang mit direkter Demokratie immer wieder auftauchen: Warum sieht das Grundgesetz keine Volksbegehren vor? Was ist mit den "schlechten Erfahrungen" während der Zeit der Weimarer Republik? Wie funktioniert direkte Demokratie in der Schweiz und den USA? Wie wirken sich Volksbegehren in der Praxis aus? Etliche Beiträge sind seit der ersten Auflage 1999 hinzugekommen. Die ökonomischen Auswirkungen direkter Demokratie werden ebenso behandelt wie die Chancen für eine demokratischere Gestaltung der EU und die Diskussion von Pro- und Contra-Argumenten "für skeptische Zeitgenossen".

 

Noch haben Bürgerinnen und Bürger in Deutschland bei grundlegenden Themen wie Energiegewinnung, Umgang mit Arbeitslosigkeit oder einer gemeinsamen europäischen Verfassung keine Mitspracherechte. "Mehr direkte Demokratie wagen" analysiert, berichtet und wirbt für eine Öffnung des Grundgesetzes: "Was in der Schweiz, in vielen US-Bundesstaaten und in den deutschen Ländern und Gemeinden funktioniert, könnte auch auf Bundesebene gegen Politikverdrossenheit helfen", schreiben die Herausgeber.

 

Heußner, Hermann K./Jung, Otmar (Hrsg.): Mehr direkte Demokratie wagen. Volksentscheid und Bürgerentscheid - Geschichte - Praxis - Vorschläge,

2., völlig überarbeitete Auflage. München 2008.

 

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