Volksabstimmungen in Irland

Irlands direktdemokratische Historie ist in vielerlei Hinsicht interessant. Viele Staaten, die durch einen Unabhängigkeitskampf entstanden sind, haben zur Stärkung ihrer Legitimationsbasis direktdemokratische Elemente verfassungsrechtlich verankert – so auch Irland. Die irische Verfassung von 1922 sah mehrere direktdemokratische Verfahren vor, von denen jedoch nur eines ein Mal zur Anwendung gelangte. Nach den Verfassungsreformen von 1937 blieb nur noch ein direktdemokratisches Verfahren, das obligatorische Verfassungsreferendum, übrig. Dieses wurde seitdem insgesamt 38 Mal angewandt, so dass Irland zu den Ländern in Europa mit den meisten Volksabstimmungen zählt.

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