Susanne Wiest

Vortrag

Wie kommt Deutschland zum Grundeinkommen?

Informationen zur Person

Susanne Wiest ist Grundeinkommensaktivistin und tritt für die Piratenpartei als Spitzenkandidatin (Listenplatz 1) in Mecklenburg-Vorpommern zur Bundestagswahl 2013 an.

Wer Susanne Wiest vor dem 10. Dezember 2008 gesagt hätte, dass sie in naher Zukunft nicht nur vor dem Bundestag und mit der Kanzlerin sprechen, sondern auch in Talk-Shows Platz nehmen würde, hätte von ihr wahrscheinlich ein herzhaftes Lachen geerntet. Denn geplant hat die gebürtige Greifswalderin diesen Weg nicht. Genau genommen gehörte sie zu dem Teil der Bevölkerung, der allgemein als politikverdrossen bezeichnet wird, bis sie das Thema fand, das zu ihrer Aufgabe wurde: das bedingungslose Grundeinkommen. 

Eine Petition lässt die Server des Bundestags zusammenbrechen

Denn Susanne Wiest ist Initiatorin der Petition für das uneingeschränkte Bürgereinkommen, die von 52.973 Befürworter/innen mitgezeichnet wurde. Dies hatte zur Folge, dass der Server des Bundestags zusammenbrach. Ein überraschender und einmaliger Erfolg, der Wiests Petition eine öffentliche Anhörung im Petitionsausschuss des deutschen Bundestages bescherte. Der Zulauf bei der Anhörung war so groß, dass man in einen größeren Saal umziehen musste. Geschätzte zweihundert Zuhörer/innen fanden sich ein. Es gab sowohl eine Übertragung der Anhörung im Parlamentsfernsehen als auch eine Übertragung auf eine Leinwand vor dem Saal. 

"Hätten Sie mich vor fünf Jahren gefragt, hätte ich gesagt: Ich bin eher links orientiert. Heute finde ich die Sachorientierung wichtiger." 

Man muss nicht politisch interessiert sein, um zu wissen, dass die Anhörung im Bundestag nicht zur Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens führte. Dafür hatte dieses Ereignis andere Folgen – für Susanne Wiest: Viele mediale Auftritte, unzählige Versuche seitens der Parteien, sie für ihre Sache einzunehmen - und ihr Ehrgeiz war endgültig geweckt. Sie wurde unabhängige Direktkandidatin für den Bundestag, da sie sich nicht an eine Partei "klammern" will. Stattdessen kämpft sie unverdrossen weiter für die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens. Um dieses Ziel zu erreichen, hält sie einen Volksentscheid für ein gutes Mittel. "Petitionen sind doch wie kleine Volksentscheide."  

Blog von Susanne Wiest

Newsletter-Abo Kachel

Ihre Daten

Newsletter-Service

Ja, ich möchte regelmäßig über Bürgerbeteiligung und Direkte Demokratie informiert werden. (Dieser Service ist kostenlos und kann jederzeit gekündigt werden.)

Hier unsere Datenschutzerklärung lesen.

 

 

Mehr Demokratie auf:

Seite teilen:
Zum Anfang