Thilo Bode

Vortrag

Sozusagen die Mutter aller Nichtregierungsorganisationen

Informationen zur Person

Er schaut den Deutschen auf die Teller, und er spuckt den Falschspielern der Nahrungsindustrie in die Suppe. Der diplomierte Volkswirtschaftler Thilo Bode hat es sich mit der Gründung von foodwatch zur Aufgabe gemacht, die Qualität, Vielfalt und Natürlichkeit des Essens zu fördern. Zuvor war er sechs Jahre lang Geschäftsführer des deutschen Zweigs der Umweltorganisation Greenpeace und weitere sechs Jahre in derselben Position für Greenpeace International tätig. Für seine politischen Forderungen hat er mit hohem persönlichen Einsatz gekämpft. Auf die Frage was ihn motiviere, sich als Chef von Greenpeace in Lebensgefahr zu begeben, antwortet er: „Das macht man ja nicht wirklich, das sieht immer wilder aus, als es ist. Man hat Angst, aber es ist ein kontrolliertes Risiko.“ 

„Einerseits stärken NGOs die Demokratie, andererseits zeigen sie auch eine entsetzliche Schwäche der Demokratie.“ 

Bode sieht einen starken Zusammenhang zwischen Nichtregierungsorganisationen und der Entwicklung von Demokratie: „Die wesentlichen Fortschritte auf den Gebieten Menschenrechte, Umweltpolitik, Armutsbekämpfung oder AIDS gehen ausschließlich auf den Druck der Zivilgesellschaft zurück, nicht auf die Initiative von Staaten oder Regierungen.“ Für ihn sind es „eben diese wichtigen Anliegen des Allgemeinwohls, die offensichtlich von der politischen Ebene nur verfolgt werden, wenn Druck von Bürgern gemacht wird.“ 

„Sozusagen die Mutter aller Nichtregierungsorganisationen“  

Dies erklärt, warum ein Mensch, der sich politisch so stark engagiert, kein Berufspolitiker geworden ist, und warum er eine Schwäche für die direkte Demokratie und ihre Instrumente hat. „Die Bürger sind politisch frustriert, weil sie sich ohnmächtig fühlen. Damit unsere Demokratie wieder den Bürgern dient, muss es leichter werden, Volksbegehren und Volksentscheide durchzuführen!“, sagt Bode. In seinem Grußwort zum 20. Geburtstag von Mehr Demokratie nannte er den Verein „sozusagen die Mutter aller Nichtregierungsorganisationen“, weil dieser sich für Ziele starkmacht, „die ein im Sinne des Allgemeinwohls funktionierendes demokratisches System anstreben müsste“.

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