Berliner Direktkandidaten fordern gemeinsam mit Mehr Demokratie bundesweite Volksabstimmungen

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[47/09] volksentscheid.de: bundesweit 1.499 Direktkandidaten befragt, 1.022 sagen „Ja“

Gemeinsam mit Berliner Direktkandidatinnen und -kandidaten für die Bundestagswahl haben Aktive des Vereins Mehr Demokratie vor dem Bundestag ein Plakat mit der Aufschrift „Bundesweite Volksabstimmung wählen“ entrollt. In Berlin sind 51 von 60 Kandidaten, darunter auch 3 CDUler, für einen Ausbau der Direkten Demokratie.

„Mit der Aktion wollen wir zeigen, dass es in Berlin und in Deutschland eine breite Mehrheit für Volksabstimmungen gibt“, erläutert Michael Efler, Vorstandssprecher von Mehr Demokratie. Das gelte nicht nur für die Bürger, von denen laut einer Forsa-Umfrage vom Juni 68 Prozent für bundesweite Volksentscheide sind, sondern auch für die Kandidaten zum nächsten Bundestag.

 

Für die Aktion „Volksentscheid ins Grundgesetz“ hat Mehr Demokratie die Direktkandidaten der fünf großen Parteien in allen 299 Wahlkreisen der Bundesrepublik befragt: 1.022 von 1.499 Befragten (68 Prozent) haben sich mit einer persönlichen Stellungnahme für bundesweite Volksabstimmungen ausgesprochen. Rechnet man die Kandidaten dazu, die sich bei der Befragung nicht persönlich geäußert haben, deren Partei aber für bundesweite Volksabstimmungen eintritt, sagen sogar über 80 Prozent der Befragten (1.209) „Ja“. „Mit der Kandidatenbefragung machen wir Volksabstimmungen bei der Bundestagswahl wählbar“, sagt Efler.

 

Um Direkte Demokratie auch in bundespolitischen Fragen einzuführen, ist eine Zweidrittelmehrheit im Bundestag nötig. Bis auf die CDU sind alle großen Parteien für den Ausbau der Mitbestimmungsmöglichkeiten. Die meisten Kandidaten folgen in ihren Antworten der Parteilinie. So sagen 270 Grünen-Kandidaten, 253 Linke-Kandidaten, 251 SPD-Kandidaten und 217 FDP-Kandidaten „Ja“ zu bundesweiten Volksabstimmungen. Immerhin 27 CDU-Kandidaten und 4 CSU-Kandidaten wollen ebenfalls, dass die Bürger künftig auch in der Bundespolitik mitreden können.

 

Die „Nein“-Stimmen kommen fast ausschließlich aus den Reihen der Union: 135 CDUler und 3 CSUler haben sich klar gegen bundesweite Volksabstimmungen ausgesprochen. 17 Unions-Kandidaten befürworten zumindest Volksentscheide zu EU-Fragen, wollen den Bürgern aber bei anderen Themen keine Mitsprache gewähren. Die 18 weiteren Volksentscheids-Gegner stammen aus den Reihen der FDP, der SPD und der Grünen. Unter den Kandidaten der LINKEN sprach sich niemand gegen Volksabstimmungen aus.

 

An der Aktion, die Mehr Demokratie gemeinsam mit Bündnispartnern wie Ver.di, Attac, Sozialverband Deutschland, Bund und NABU trägt, haben 1.197 der insgesamt 1.499 angeschriebenen Direktkandidaten teilgenommen. Die 302 Kandidaten, die nicht persönlich geäußert haben, wurden nach der Linie ihrer Partei der „Pro“ oder „Contra“-Seite zugeordnet. Über die Internetseite volksentscheid.de können die Bürger mit Hilfe ihrer Postleitzahl die Stellungnahmen der Kandidaten für ihren Wahlkreis abrufen, entsprechende Flugblätter ausdrucken oder bestellen.

 

Hinweise für die Redaktionen:

Fotos zur Aktion finden Sie ab 13:00 Uhr unter: www.mehr-demokratie.de/fotoservice.html

Alle Informationen zur Aktion: www.volksentscheid.de

Stellungnahmen der einzelnen Kandidaten: www.volksentscheid.de/kandidat/

Befragung nach Wahlkreisen: www.volksentscheid.de/wahlkreis/

 

Ansprechpartnerin

Anne Dänner
Bundespressesprecherin, Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel:    (030) 420 823 70
Mobil: 0178 816 30 17
pressemaps on@mehr-demokratie.de

Ansprechpartner

Anselm Renn
Pressesprecher, Kampagnen- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel:    (030) 420 823 70
Mobil: 0176 473 68 890
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