Transparenz ist die Grundlage für Mitbestimmung. Nur wer weiß, wo es an Kita-Plätzen fehlt, kann etwas dagegen tun. Wer vom Staat in Auftrag gegebene Gutachten einsehen, wer Daten nachvollziehen kann, hat auch mehr Vertrauen in den Umgang mit öffentlichen Mitteln? In Sachsen-Anhalt gibt es dafür ein Informationszugangsgesetz (IZG). Leider ist das Gesetz im Vergleich mit anderen Bundesländern unzureichend. So können zum Beispiel hohe Gebühren für Ihre Anfrage anfallen und nur wenige Daten werden aktiv vom Staat veröffentlicht. Dennoch sollten Sie Ihr Recht auf Information nutzen.
Hilfreich ist die Plattform „FragDenStaat“. Dort finden Sie eine Auflistung verschiedener Verwaltungen, die ansprechbar sind. Ihre Anfrage können Sie über ein fertiges Formular an die passende Behörde richten: https://fragdenstaat.de/zustaendigkeit/sachsen-anhalt/.
Bei Fragen und Problemen mit Behörden können Sie sich auch an die Landesbeauftragte für die Informationsfreiheit wenden: https://informationsfreiheit.sachsen-anhalt.de/informationsfreiheit-in-sachsen-anhalt
Weitere Informationen unter: https://transparenzranking.de/laender/sachsen-anhalt/
Unsere Forderung: Sachsen-Anhalt braucht ein Transparenzgesetz mit einer aktiven Veröffentlichungspflicht über ein Online-Portal. Das gibt es bereits unter anderem in Hamburg, Rheinland-Pfalz und im Aufbau auch in Sachsen und Thüringen. Zudem müssen Kosten gedeckelt, mehr Stellen transparenzpflichtig und Ausnahmen begrenzt werden.
