Der Super-Bürgerrat in Akron
In den letzten Jahren hat eine Welle von Bürgerräten die Vereinigten Staaten erfasst. Diese Losversammlungen bieten zufällig ausgewählten Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, zur Bewältigung einer gesellschaftlichen Herausforderung beizutragen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nformieren sich bei Fachleuten über das Thema, beraten sich und erarbeiten anschließend Empfehlungen, die die Entscheidungsfindung der politischen Entscheidungsträger beeinflussen.
Im vergangenen Monat hat Akron im US-Bundesstaat Ohio dieses Modell der demokratischen Teilhabe auf seine eigene Weise umgesetzt. Die „Unify Akron Assembly“ mit 65 zufällig ausgewählten Menschen, die in Zusammenarbeit mit weit über 100 lokalen Freiwilligen konzipiert wurde, hat gemeinsam mit weiteren Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Kommune (der sogenannten „Super Assembly“) beraten.
Am Ende erzielte der Bürgerrat einen mehrheitlichen Konsens über neun Vorschläge. Ihre abschließenden Empfehlungen (darunter die Einrichtung eines Wohnungsregisters zur Erfassung von Fällen und Streitigkeiten, die Ausweisung von Flächen für Tiny Houses, kostengünstige Reparaturkredite für Hausbesitzerinnen und -besitzer sowie zweckgebundene Mittel für den Wohnungsbau durch Anleihen) liegen nun in den Händen eines von Einwohnerinnen und Einwohnern geführten „Impact Teams“, das daran arbeitet, diese in Zusammenarbeit mit der Verwaltung umzusetzen.
In dieser Online-Veranstaltung von New America geben Morgan Lasher und Matt Byrne darüber Auskunft, wie sie diese neue Bürgerrat-Form konzipiert haben und wie sie daran arbeiten, die breitere bürgerschaftliche Infrastruktur von Akron zu stärken. Außerdem berichten Bürgerrat-Mitglieder und -Beobachterinnen und -Beobachter über ihre Erfahrungen bei der Mitarbeit im Bürgerrat.