Klimapolitik, die alle mitnimmt - Wie gelingt sozial gerechter Klimaschutz in Hamburg?
Hamburg kann seine verschärften Klimaziele nur erreichen, wenn Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit konsequent zusammengedacht werden – genau hier setzt die neue Stellungnahme „Sozialverträglichkeit der Hamburger Klimapolitik“ des Klimabeirates an.
Die Stellungnahme macht deutlich: Klimaschutz trifft auf eine Stadtgesellschaft mit sehr ungleichen Ausgangsbedingungen. Betroffen sind insbesondere Haushalte mit niedrigen Einkommen, Menschen in unsanierten Mietwohnungen, Alleinerziehende, ältere Menschen oder Menschen mit eingeschränkter Mobilität – sie haben oft weniger finanziellen Spielraum und weniger Handlungsmöglichkeiten, auf Preis- und Strukturveränderungen zu reagieren.
Der Klimabeirat empfiehlt deshalb, die spezifischen Bedarfe dieser Gruppen gezielt zu erheben und in Maßnahmenpakete zu übersetzen. Vorgeschlagen werden unter anderem spezifische Beteiligungsangebote, ein Bürgerrat Klima mit starker Repräsentanz vulnerabler Gruppen sowie die Einbindung ihrer Perspektiven in die Klimaschutzkonzepte der Bezirke. Damit verschiebt sich der Blick: Weg von einer pauschalen „Betroffenheit“ hin zu einer aktiven Rolle dieser Gruppen als Mitgestaltende der Hamburger Klimapolitik.
Wie kann diese sozial gerechte Klimapolitik konkret in der Stadtgesellschaft verankert werden? Das Nachhaltigkeitsforum Hamburg knüpft mit seinem Klima-Stammtisch genau hier an. Unter dem Titel „Klimapolitik, die alle mitnimmt – Wie gelingt sozial gerechter Klimaschutz in Hamburg?“ lädt die AG Klima für den 7. Mai 2026 zu einem offenen Austausch ein.
Dr. Philine Gaffron (Klimabeirat Hamburg & Projektleiterin Mobilität und Gesundheit, Agora Verkehrswende) und Prof. Dr. Simon Güntner (Klimabeirat Hamburg & Professor für Sozialwissenschaften & Sozialpolitik an der HAW Hamburg) die aktuelle Stellungnahme des Klimabeirats Hamburg zur Sozialverträglichkeit der Hamburger Klimapolitik vor. Nach der Vorstellung der wichtigsten Empfehlungen und Aspekte aus dem Gutachten bleibt viel Raum für Austausch und Diskussion.
Es werden unter anderem folgende Fragen diskutiert:
- Wie gelingt die sozialverträgliche Ausgestaltung der Hamburger Klimapolitik?
- Wie können vulnerable Gruppen besonders berücksichtigt werden?
- Wie können Beteiligungsangebote so gestaltet werden, dass alle Stimmen Gehör finden?
Die Veranstaltung findet online via Zoom statt. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Moderation übernimmt Daniel Eckert (Geschäftsstelle NFH).
Der Klima-Stammtisch versteht sich als niedrigschwelliges Diskussionsformat für alle Nachhaltigkeitsinteressierten in Hamburg, bei dem wissenschaftliche Empfehlungen, praktische Erfahrungen und Alltagsperspektiven zusammenkommen. Damit bietet er einen passenden Rahmen, um zentrale Empfehlungen des Klimabeirats – von der stärkeren Berücksichtigung vulnerabler Gruppen bis zur Ausgestaltung gerechter Beteiligungsformen – weiterzudenken und in konkrete lokale Initiativen zu übersetzen.
Meeting ID: 610 1657 6382
Passcode: 059493
Hintergrund: Prima Klima durch Bürgerräte?