Mit Losverfahren zu mehr Vielfalt in der Beteiligung

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Wer beteiligt sich eigentlich an kommunalen Beteiligungsprozessen – und wer wird bisher vielleicht nicht erreicht? Losverfahren können eine Möglichkeit sein, Menschen gezielt und möglichst vielfältig in Beteiligungsprozesse einzubeziehen. Doch wie funktionieren sie konkret? Was können sie leisten, welche Voraussetzungen braucht es und was ist rechtlich zu beachten?

Diesen Fragen widmet sich die Allianz für Beteiligung in ihrer Online-Veranstaltungsreihe „Breite Beteiligung – Konkret!“ am 4. November 2026 von 17 bis 18.30 Uhr. Gemeinsam mit Expertinnen aus Wissenschaft, Praxis und der Allianz für Beteiligung werfen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Blick auf Chancen, Grenzen und konkrete Umsetzungsmöglichkeiten von Losverfahren.

Ablauf

1. Impuls zur Theorie (Dr. Stephanie Bock und Dr. Bettina Reimann, Deutsches Institut für Urbanistik):
Warum das Los? Chancen und Grenzen von Losverfahren.

2. Impuls zum Recht (Allianz für Beteiligung):
Wie ist die rechtliche Situation zu Losverfahren in Baden-Württemberg?

3. Impuls aus der Praxis (Vanessa Watkins, Stadt Herrenberg):
Wie funktioniert ein Losverfahren in der Praxis? Welche Schritte sind nötig?

Was Sie mitnehmen können

  • Die Session erörtert, inwieweit Losverfahren dazu beitragen, die Inklusivität von Beteiligung zu stärken.
  • An Beispielen und für Baden Württemberg wird erläutert, wie das Losverfahren in kommunalen Beteiligungsprozessen konkret funktioniert und wie der rechtliche Rahmen dafür gestaltet ist.
  • Aus wissenschaftlicher Perspektive und an konkreten Beispielen wird diskutiert, warum Losverfahren durchgeführt werden, was sie leisten, wann sie sinnvoll sind, welche Voraussetzungen und Unterstützung sie benötigen und wo Grenzen liegen.

An wen richtet sich die Veranstaltung?

Die Veranstaltung richtet sich an kommunale Akteurinnen und Akteure (Kommunalverwaltung und Kommunalpolitik) sowie Initiativen, Vereine und Organisationen, die sich über Losverfahren informieren und Kommunen zu Losverfahren anregen möchten.

Referentinnen

Dr. Stephanie Bock (Geografin und Planungswissenschaftlerin) und Dr. Bettina Reimann (Soziologin) sind Teamleiterinnen am Forschungsbereich „Stadtentwicklung, Recht und Soziales“ des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu). Sie beschäftigen sich thematisch insbesondere mit Beteiligung, Governance, integrierter Stadtentwicklung, Zuwanderung/Teilhabe sowie Gender-Aspekten in der räumlichen Planung.

Vanessa Watkins leitet die Abteilung für Beteiligung und Engagement in der Stadtverwaltung Herrenberg und ist für die städtische Beteiligungsstrategie verantwortlich. Sie ist Expertin im Bereich Bürgerbeteiligung & Zukunftsdenken und Dozentin an der Hochschule Ludwigsburg und ehemals in Taiwan.

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