Das direktdemokratische NRW
Anlässlich des 80. Jahrestages der Gründung Nordrhein-Westfalens und des 75-jährigen Bestehens seiner Landesverfassung nimmt dieser Sammelband die Entwicklung der direkten Demokratie im größten deutschen Bundesland in den Blick. Er fragt danach, welche Möglichkeiten Bürgerinnen und Bürger heute haben, Politik aktiv mitzugestalten, und wie diese Verfahren in der Praxis genutzt werden.
Volksbegehren und Volksinitiativen haben in Nordrhein-Westfalen immer wieder politische Debatten angestoßen und Reformprozesse beeinflusst. Auf kommunaler Ebene bieten Bürgerbegehren und Bürgerentscheide Möglichkeiten, unmittelbar an politischen Entscheidungen mitzuwirken. Gleichzeitig zeigen die Beiträge, dass direktdemokratische Verfahren häufig mit rechtlichen Hürden, politischen Vorbehalten und kontroversen Diskussionen verbunden sind.
Der Band zeichnet die historische Entwicklung der direkten Demokratie in Nordrhein-Westfalen nach und beleuchtet die unterschiedlichen Positionen von Parteien und Regierenden. Er vermittelt praktische Erfahrungen mit den verschiedenen Verfahren, arbeitet deren Chancen und Herausforderungen heraus und bietet erstmals einen umfassenden Überblick über die direktdemokratischen Instrumente auf Landes- und Kommunalebene.
Zu den Autorinnen und Autoren gehören Rainer Bovermann, Frank Decker, Martin Florack, Andreas Kost, Claudine Nierth, Frank Rehmet, Iman Shooshtari und Alexander Trennheuser.
