Wo wir sind, ist unten

Demokratie ist mehr als ein Kreuz auf dem Wahlzettel. Sie lebt davon, dass Menschen sich einbringen, Verantwortung übernehmen und gemeinsam nach Lösungen suchen. Denn kaum etwas motiviert mehr als die Erfahrung, tatsächlich etwas bewirken zu können: nicht nur Teil eines Problems zu sein, sondern Teil der politischen Lösung.

Das Gefühl der Ohnmacht betrifft dabei nicht nur die Menschen, die sich von politischen Entscheidungen ausgeschlossen fühlen. Auch die Politik selbst erlebt, wie schwierig es geworden ist, Vertrauen zu schaffen, unterschiedliche Interessen zusammenzubringen und tragfähige Entscheidungen zu treffen. Umso wichtiger ist es, Räume zu schaffen, in denen Menschen miteinander ins Gespräch kommen, Gemeinsamkeiten entdecken und das Gemeinwohl gemeinsam definieren können.

Dass demokratische Beteiligung gelingen kann, hat Claudine Nierth selbst erlebt. Seit vielen Jahren setzt sie sich für mehr Bürgerbeteiligung, direkte Demokratie und Bürgerräte ein. In ihrem Buch zeigt sie, wie demokratische Prozesse im Alltag lebendig werden können und warum es sich lohnt, die eigene Ohnmacht zu überwinden und sich einzumischen.

Wie werden wir demokratischer, am besten jeden Tag ein kleines Stück? Wie können wir Zusammenhalt stärken und zu Entscheidungen kommen, in denen unterschiedliche Perspektiven berücksichtigt werden? Und wie entstehen politische Erlebnisse, die Menschen miteinander verbinden, statt sie weiter auseinanderzutreiben?

Claudine Nierth gibt darauf keine einfachen Patentrezepte. Sie macht Mut, neue Wege auszuprobieren, zuzuhören und Verantwortung zu teilen. Ihr Buch liefert Anregungen für alle, die Demokratie nicht nur beobachten, sondern aktiv mitgestalten wollen.

Claudine Nierth ist Politaktivistin und Künstlerin. Seit vielen Jahren engagiert sie sich für mehr Bürgerbeteiligung und die Stärkung von Bürgerräten. Für ihren Einsatz wurde sie 2018 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

 

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