Sprechen & Zuhören in Wiesbaden
Dies ist eine extern organisierte Veranstaltung, für die Mehr Demokratie keine inhaltliche oder organisatorische Verantwortung trägt.
In einer Zeit wachsender gesellschaftlicher Spannungen braucht es Räume, in denen Menschen einander begegnen können. Räume, in denen nicht diskutiert oder überzeugt wird – sondern gesprochen und zugehört. Sprechen & Zuhören, das von Mehr Demokratie e.V. entwickelte Dialogformat, ermöglicht genau solche Begegnungen: hierarchiefrei, respektvoll und verbindend. Unterschiedliche Perspektiven dürfen nebeneinanderstehen. Das eigene Erleben wird geteilt – ohne Bewertung, ohne Gegenrede.
Wir kommen einmal im Monat unter dem Dach des Schloss Freudenberg zusammen und bewegen Fragen, auf die es keine Antworten gibt. In einer Welt voller Meinungen, Reizüberflutung und digitaler Missverständnisse geht etwas Wesentliches verloren: das Gespräch, das wirklich verbindet.
Der gemeinnützige Verein "FREUDENBERG Gesellschaft Natur + Kunst" wurde vor 33 Jahren von der Landeshauptstadt Wiesbaden beauftragt, im völlig zerstörten Schloss Freudenberg und dem verwilderten Schlosspark ein "Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne und des Denkens" aufzubauen. Ziel des Vereins ist die Gestaltung eines Gesamtkunstwerks, einer Begegnungsstätte. Mit über 300.000 Besucher*innen jährlich ist das Schloss Freudenberg ein einzigartiger Kulturort, der weit über die Region hinaus strahlt. Als gemeinnützig getragenes Projekt wurde es mehrfach für seine innovative Kulturarbeit ausgezeichnet.
Im Zentrum steht die Dauerausstellung "Erfahrungsfeld", es versammelt mehr als 150 Kunstwerke und Stationen, die den Besucher*innen zwischen 3 und 103 Jahren Möglichkeiten eröffnen, das Wahrnehmen mittels der Sinne zu entdecken, zu pflegen und zu beobachten. Aufgrund dessen, was unsere Sinne uns vermitteln, bilden wir unsere Vorstellungen, Meinungen, Sympathien, Antipathien und Urteile. Es ist ein sozialer und demokratischer Erfahrungsraum. Das (Kultur-)Programm umfasst partizipative Formate im Einklang mit Natur, Kunst, Mensch und Gemeinschaft. Hier ist Dialog, keine Debatte. Keine Diskussion, sondern Begegnung. Ein offener Raum für Menschen, die zuhören wollen – und bereit sind, ihre eigene Perspektive zu teilen.