Er stammt aus Göppingen, der europäischen Hauptstadt des Handballs. Als Marianne zu widersprechen wagt und meint, das sei doch Kiel, stellt Hugo kurz und heftig klar, dass nur Göppingen sowohl eine Herren- als auch Frauenmannschaft in der Bundesliga hat. Marianne ist in die Flucht geschlagen und das Thema gegessen.
In Hamburg ist Hugo das zweite Mal. "Wenn ich noch mal hier herkommen muss, lasse ich mich einbürgern!", meint Hugo lachend. Er hat schon mehrere andere Schwaben in Hamburg getroffen. Sie würden auch gut zu den Hamburgern passen: Beide empfangen Fremde mit offenen Armen. Ihm gefällt die aufgeschlossene und zuvorkommende Art der Hamburger. Und selbst wenn sie nicht unterschreiben, tun sie das höflich. "Und als Demokrat muss ich Absagen akzeptieren."
Hugos Engagement bei Mehr Demokratie ist seiner Unzufriedenheit mit der politischen Verantwortung von Abgeordneten zu verdanken: "Politiker halten oft nicht, was sie versprechen. Das können sie sich nur leisten, wenn es bei der Wahl hauptsächlich auf das Parteibuch ankommt." Bei einer Persönlichkeitswahl aber ist das nicht der Fall. "Das ist das wahre Wahlsystem - nur dann kann ich direkt beurteilen, was die Politiker tatsächlich gemacht haben und sie auch abwählen, wenn sie ihre Versprechen gebrochen haben."
Auch für die Zeit zwischen den Wahlen besteht Hugo auf mehr Einfluss - durch direkte Demokratie: "Wenn Politiker einen Fehler machen, muss der Wähler das doch irgendwie korrigieren können."
Doch nicht nur seine Überzeugung macht ihn zu einem regen Aktionsurlauber. Er ist gerne mit jungen, ähnlich denkenden Leuten zusammen und würde gerne noch mehr Städte bereisen. "Für die Verbesserung der Demokratie stehe ich immer zur Verfügung!" - Das lässt sich einrichten, Hugo!
