Kandidaten-Sprechstunde für 95 Millionen Europäer im Internet gestartet

Menschen in Deutschland, Irland, Österreich und Luxemburg können ab sofort ihre Europakandidaten online befragen

 

Erstmals können rund 95 Millionen Europäer in vier Ländern ihre Kandidaten zur Europawahl am 7. Juni öffentlich befragen. Nachdem der Online-Dialog zwischen Wählern und Politikern seit vergangener Woche bereits unter kandidatenwatch.de in Deutschland, meinparlament.at in Österreich und politikercheck.lu in Luxemburg im vollen Gange ist, startete heute mittag in Dublin das Portal candidatewatch.ie für Irland.

 

In allen vier Ländern gibt es für jeden der insgesamt 1.269 Kandidaten eine eigene Profilenseite, über die jeder Wähler eine Frage stellen sowie andere Fragen und Antworten mitlesen kann. "Zum ersten Mal gibt es eine europäische Öffentlichkeit", sagt Gregor Hackmack von kandidatenwatch.de, der zusammen mit Boris Hekele 2004 in Hamburg die Idee zum Dialog im Netz hatte. Auch die Schirmherrin des Projekts, die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments Mechtild Rothe, betont den verbindenden Charakter der Portale. Diese "helfen nicht nur den Wählerinnen und Wählern, sondern auch der europäischen Demokratie," schreibt Rothe in ihrem Grußwort.

Die Fäden des transeuropäischen Projektes laufen im Büro des Vereins Parlamentwatch in Hamburg zusammen, von wo alle vier Portale koordiniert werden. In Österreich und Luxemburg arbeiten die Hamburger, die neben kandidatenwatch.de auch die Dialogplattform abgeordnetenwatch.de betreiben, mit den ebenfalls gemeinnützigen Vereinen Politik Transparent bzw. Politikercheck Asbl zusammen. Kooperationspartner in Irland ist der angesehene und unabhängige Think Tank TASC. Überdies kooperieren die Macher mit renomierten Medienpartnern wie Die Presse (Österreich), The Irish Times (Irland) und Das Wort (Luxemburg), auf deren Internetseiten die Frage-Portale eingebunden sind.

 

Die Ausweitung von kandidatenwatch.de auf weitere Länder ist ein Schritt zu mehr Transparenz und Bürgernähe auch in Europa. In Deutschland sind die 99 deutschen Europaabgeordneten bereits seit eineinhalb Jahren mit der digitalen Sprechstunde vertraut. Dass sich Politker nicht nur in Wahlkampfzeiten für die Anliegen der Menschen interessieren, können sie nach der Europawahl am 7. Juni beweisen: Dann soll der öffentliche Dialog mit den neugewählten EU-Abgeordneten in allen vier Ländern fortgesetzt werden.

 

Europas Bürger und Politiker rücken über das Internet weiter zusammen. Künftig können von der Landesebene in Deutschland, wo es das Portal abgeordnetenwatch.de für die Hamburgische Bürgerschaft gibt, über den Deutschen Bundestag bis zu den Europaparlamentariern in Deutschland, Österreich, Irland und Luxemburg insgesamt 800 Abgeordnete in vier Ländern befragt werden.

 

Links

<link http: www.kandidatenwatch.de>kandidatenwatch.de - Deutschland

<link http: www.candidatewatch.ie>candidatewatch.ie - Irland

<link http: www.meinparlament.at>meinparlament.at - Österreich

<link http: www.politikercheck.lu>politikercheck.lu - Luxemburg

 

Kontakt:

<link>Martin Reyher (kandidatenwatch.de)

040 / 317 69 10 37

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