Zwischen Zukunftswerkstatt und Karaoke

Zum vierten Mal trafen sich ehemalige und aktuelle Praktikantinnen und Praktikanten von Mehr Demokratie. Im Mittelpunkt standen Austausch, Vernetzung und die Frage, wie gesellschaftliche Ungleichheit unsere Demokratie beeinflusst.

Wiedersehen in Köln

Auf ein Neues, Alumni-Netzwerktreffen! Schon im vierten Jahr in Folge kamen an einem Wochenende ehemalige und aktuelle Praktikantinnen und Praktikanten von Mehr Demokratie zusammen, um sich auszutauschen und zu vernetzen. In Köln trafen sich 25 junge Menschen, denen Mehr Demokratie wichtig ist und die die Demokratie gemeinsam weiterentwickeln wollen.

Praktikantinnen und Praktikanten sind ein wichtiger Teil von Mehr Demokratie. Mit ihren frischen Perspektiven, ihrem Engagement und ihrer Motivation bereichern sie den Arbeitsalltag und leisten einen wertvollen Beitrag zur gemeinsamen Arbeit. Viele von ihnen haben bei Mehr Demokratie zum ersten Mal erlebt, wie politische Arbeit hinter den Kulissen aussieht. Umso spannender ist es, sich darüber auszutauschen, wie es nach dem Praktikum für sie weiterging und an welchen Projekten oder Schnittstellen die Ehemaligen heute arbeiten.

Das Alumni-Netzwerk von Mehr Demokratie

Genau hierfür wurde 2021 das Alumni-Netzwerk von Mehr Demokratie-Mitarbeitenden gegründet. Einige von ihnen haben selbst ein Praktikum bei Mehr Demokratie gemacht. Neben den jährlichen Treffen, die abwechselnd in Berlin und Köln stattfinden, gibt es außerdem eine Chatgruppe, in der offene Stellen und Ausschreibungen bei Mehr Demokratie oder anderen (Partner-)Organisationen sowie Veranstaltungen geteilt werden. Neben den persönlichen Treffen wird so auch ein digitaler Raum für Vernetzung geschaffen.

Themenschwerpunkt: Ungleichheit und Demokratie

Jedes Treffen setzt sich mit einem Themenschwerpunkt auseinander. Im Fokus des Treffens stand in diesem Jahr das Thema Ungleichheit und Demokratie, eines der neueren Schwerpunktthemen von Mehr Demokratie. Ungleichheit hat viele Dimensionen, die an einem Wochenende nur angerrissen werden können. Neben einer ökonomischen Ebene betrachten wir Faktoren wie Herkunft, sozialer Status, Geschlecht und andere Formen gesellschaftlicher Ungleichheit. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie diese Ungleichheiten demokratische Beteiligungsmöglichkeiten, Chancengleichheit und Mitbestimmung beeinflussen. Und welche Herausforderungen, Gefahren und Handlungsoptionen ergeben sich daraus für unsere Demokratie?

Am ersten Tag des Treffens nahmen wir die Sichtbarkeit von Ungleichheit in den Blick. Ein Stadtrundgang der Initiative “Draussenseiter” brachte uns eine Betroffenenperspektive näher. Im Rahmen des Rundgangs berichteten vier Mitglieder der Intiative von ihren Erfahrungen mit Wohnungs- bzw. Obdachlosigkeit, von ihren Erlebnissen und ihrer Geschichte in Köln. Später am Abend fand eine Podiumsdiskussion statt. Als Expertinnen und Experten waren vier verschiedene Personen eingeladen, die jeweils verschiedene Ebenen von Ungleichheit beleuchteten. Zu Gast waren Samah Al Hashash, wissenschaftliche Mitarbeiterin beim DeZIM (Deutsche Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung), Heike Towae, Armutsaktivistin, Salvador Oberhaus, stellvertretender Leiter des Regionalbüros Nordrhein-Westfalen der Rosa-Luxemburg-Stiftung sowie Greta Lutterbach, die stellvertretende Landesgeschäftsführerin des Sozialverband Deutschland (SoVD) in NRW ist. Die Expertise der Referentinnen und Referenten des Stadtrundgangs und der Podiumsdiskussion war sicherlich eines der Highlights des Treffens.

Zukunftswerkstatt zur Demokratie

Inhaltlich ging es am Samstag weiter mit der Auseinandersetzung darüber, wie Mehr Demokratie zu dem Thema Ungleichheit arbeitet. Nach einem Input erarbeiteten die Teilnehmenden im Rahmen einer Zukunftswerkstatt selbst Perspektiven. Das Format “Zukunftswerkstatt” ist gekennzeichnet durch drei verschiedene Brainstorm-Phasen und hat das Ziel, gemeinsam kreative und umsetzbare Ideen für die Zukunft zu entwickeln. Angeleitet wurde die Zukunftswerkstatt von Gesa Roßkamp und Sebastian Horbert, die beide aktuell ein Praktikum bei Mehr Demokratie absolvieren. Konrekt wurden verschiedene Zukunftswünsche formuliert, die sich auf die Gesellschaft als Ganzes, aber auch auf die Arbeit von Mehr Demokratie beziehen. Inhaltlich lässt sich festhalten, dass die Auseinandersetzung mit Ungleichheit und den Auswirkungen für die Demokratie für die Arbeit von Mehr Demokratie unerlässlich ist.

Austausch, Karaoke und Pizza

Selbstverständlich kommt bei den Alumni-Treffen aber auch der persönliche Austausch nicht zu kurz. Gemeinsame Zeit mit Karaoke und Pizza sorgten nicht nur für gute Stimmung, sondern auch für viele bereichernde Gespräche. Gerade diese Mischung aus Input, Wiedersehen und gemeinsamen Erlebnissen machte das Wochenende besonders schön – und hinterließ bei vielen den Wunsch: gerne wieder, was uns als Alumni-Orga-Team besonders freut.

Bilder vom Alumninetzwerk

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