#GlobFor18: Perle 8
Online-Voting auf Open-Source-Basis wird sich durchsetzen
Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis Wahlen und Abstimmungen digital stattfinden werden. Ein Vertreter von Smartmatic (siehe: www.smartmatic.com), dem weltgrößten Anbieter von E-Voting-Software, berichtete aus Estland. Dort fanden seit 2005 neun nationale bindende Wahlen statt. Bei der ersten Wahl nutzten 2 Prozent der Wählerinnen und Wähler die Möglichkeit des E-Votings, bei der neunten Wahl schon ein Drittel der Wählerschaft. Beim E-Voting muss im Gegensatz zu allen anderen Internet-Applikationen eines gewährleistet werden: auf der einen Seite Kontrolle über den Benutzer (Identifikation, Authentifizierung etc.) und auf der anderen Seite Anonymität (geheimes, freies Wahlrecht).
Kurz gesagt: Beim Online-Banking kann man jederzeit den Geldfluss nachverfolgen, beim E-Voting kann man und darf man das nicht, da die Stimme anonym abgegeben wird. Das heutige Papierwahl-System überzeugt und besticht mit seiner Einfachheit. Dennoch gibt es viele Gegenden in der Welt, in der Papierwahl-Systeme nicht perfekt funktionieren. E-Voting-Systeme können hier helfen. Wenn dadurch die Wahlbeteiligung erhöht wird, ist dies prima. Man darf nicht übersehen, dass E-Voting ansonsten keinen wirklichen demokratischen Mehrwert bringt.