Mach doch. Konferenz für die ostdeutsche Zivilgesellschaft

Seit der ersten "Mach doch-Konferenz" im Jahr 2024 hat sich die Situation der Zivilgesellschaft in Ostdeutschland nicht verbessert. Mit steigender Zustimmung zu rechtsautoritärer Politik wachsen auch die Gefährdungen für Vereine, Verbände und Initiativen - durch Diffamierung, Mittelkürzungen oder Bedrohungen im öffentlichen Raum und in Social Media. Die AfD droht unverhohlen mit Repressionen gegen Migrantinnen und Migranten, gegen queere Menschen, gegen Projekte, die sich für eine offene Gesellschaft und inklusive Demokratie einsetzen. Eine Demokratie, die von allen und für alle gelebt wird.

"Mach doch. Konferenz für die ostdeutsche Zivilgesellschaft" soll direkt nach den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern keine reine Rundumschau und Bestandsaufnahme sein. Wie lässt sich eine Abwehr der skizzierten Gefährdungen organisieren? Was kann man gegen die Umsetzung von AfD-Vorhaben tun, wenn sie Regierungshandeln direkt oder indirekt mitgestaltet? Und wie lassen sich positive Erzählungen gewinnen und progressive Kampagnen bilden? Und was können wir aus den Erfahrungen im Ausland lernen, aus Ungarn, Polen oder den USA?
Neben der Analyse von Problemen und der Diskussion von guten Praktiken wollen wir uns an konkrete Handlungsstrategien für die Zivilgesellschaft im Osten setzen.

Die Konferenz eröffnen wird Arne Semsrott, dessen Buch "Gegenmacht: Die Zivilgesellschaft schlägt zurück" am 1. Juni 2026 erscheint.

Anmeldung:
Eine Anmeldung ist erforderlich und erfolgt über das Anmeldeformular in der rechten Spalte. Den genauen Veranstaltungsort teilen wir Ihnen nach der Anmeldung mit. Nennen Sie bei der Anmeldung, sofern möglich, auch gerne die Organisation, die Sie vor Ort vertreten.

Programm

12:00 Uhr      Begrüßung

12:20 Uhr      Keynote „Gegenmacht“ (Arne Semsrott, FragDenStaat)

13:15 Uhr      Mittagspause

14:15 Uhr      Politik konkret verändern: Drei Volksinitiativen berichten

14:30 Uhr      "So kann es gehen": Vier Inputs und Diskussionen

  • Community organizing – Wie geht das? (Nam Duy Nguyen, MdL Sachsen)
  • Direkte Demokratie – Wie funktioniert sie? Was kann sie? Ralf-Uwe Beck (Mehr Demokratie e. V.)
  • Kampagnenkommunikation – Positiv und resilient
  • Gegenmacht organisieren – Der Blick in die USA (Ella Müller (Campact), angefragt)

15:30 Uhr      Kaffee, Kuchen & regionale Vernetzung

16:00 Uhr      "So machen wir es": Kollegiale Beratung

  • In Bündnissen denken und arbeiten
  • Direkte Demokratie: Gegenmacht von unten organisieren (Dr. Simon Schuster, Christian König)
  • Und woher kommt das Geld? Über Fundraisingstrategien (Franziska Wetterling, Netzwerk 3. Generation Ost)
  • Offener Austausch zu den Wahlergebnissen

17:00 Uhr      Zusammenfassung, Rück- und Ausblick

18:00 Uhr      Abschluss

 

Moderation: Kay-Uwe Kärsten (mitMachen e. V.)

Rückblick

Am 13. September 2025 lud Mehr Demokratie e.V. zum zweiten Mal zu einem Demokratie-Forum für Ostdeutschland nach Leipzig ein. Unter dem Titel „Gut vertreten?“ war die zentrale Frage: Wie steht es um die Repräsentation in der ostdeutschen Demokratie? Ein Jahr nach den Landtagswahlen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen und mit Blick auf die bevorstehenden Abstimmungen in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt bot die Veranstaltung eine gute Gelegenheit für eine Bestandsaufnahme. [mehr]

 

Am 28. September 2024 diskutierten 80 Teilnehmende aus 25 zivilgesellschaftlichen Organisationen sowie politische Parteien auf dem Forum "Mach doch! Demokratie-Perspektiven nach den Wahlen" in Leipzig gemeinsam die Ergebnisse der Landtagswahlen in Thüringen, Sachsen und Brandenburg zu schauen. Am Ende wurde eine gemeinsame „Leipziger Erklärung“ verabschiedet, die von den Landtagen den aktiven Schutz der Demokratie forderte: "Demokratie schützen – Demokratie erlebbar machen – Demokratie erneuern". [mehr]

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