Gestaltungsmerkmale für einen intersektionalen Bürgerrat
Intersektionalität (von englisch intersection „Schnittpunkt, Schnittmenge“) beschreibt die Überschneidung und Gleichzeitigkeit verschiedener Formen von Diskriminierung gegenüber einer Person in der gesellschaftlichen Realität. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die die Kategorie Intersektionalität in ihre Arbeiten integrieren, berücksichtigen diesen Sachverhalt.
Beim Online-Seminar von EU-CIEMBLY am 29. September 2026 sind Dr. Niall O´Connor und Dr. Anastasia Karatzia zu Gast, die einen Vortrag zum Thema „Gestaltungsmerkmale eines intersektionalen Bürgerrates“ halten werden.
Dr. Niall O´Connor ist außerordentlicher Professor für EU- und Arbeitsrecht an der Essex Law School. Seine Forschungsschwerpunkte liegen vor allem im Zusammenhang zwischen grundlegenden Menschenrechtskonzepten und der rechtlichen Regelung des Arbeitsverhältnisses, wobei er einen besonderen Schwerpunkt auf die konkurrierenden Werte von wirtschaftlichen Freiheiten und sozialen Rechten legt. In seiner jüngsten Forschung untersucht er die Folgen des Brexits für die anhaltende Relevanz und den Einfluss der EU-Grundrechte in Großbritannien, einschließlich der rechtlichen Konzeption der verschiedenen Dimensionen der „Staatsbürgerschaft“.
Dr. Anastasia Karatzia ist ehrenamtliche Senior-Dozentin für Rechtswissenschaften an der Essex Law School und Forschungsleiterin bei Breez Cyprus. Sie ist Expertin für Bürgerbeteiligung in der Europäischen Union und hat sich intensiv mit der Europäischen Bürgerinitiative befasst. Dr. Karatzia leitet gemeinsam mit anderen das Team der University of Essex im EU-finanzierten Projekt EU-CIEMBLY, das sich mit intersektionaler Inklusion, Gleichstellung und Deliberation in Bürgerräten befasst. Im Rahmen des EU-CIEMBLY-Projekts leitete Karatzia gemeinsam mit anderen das Team bei der Konzeption und Durchführung von zwei Pilot-Bürgerräten im Jahr 2026 in Colchester und auf Zypern.