Meinungsfreiheit unter Druck?

Jetzt zur Veranstaltungsreihe “Meinungsfreiheit und Pluralismus” anmelden.
Die Meinungsfreiheit ist laut Bundesverfassungsgericht eines der "vornehmsten Menschenrechte überhaupt". Doch immer wieder wird diskutiert, ob sie in der Praxis unter Druck geraten ist. Während einige eine sogenannte Cancel Culture beklagen, kritisieren andere die verrohte Debattenkultur in sozialen Netzwerken. Was ist dran an diesen Sorgen?
Laut einer Umfrage findet knapp die Hälfte der Menschen in Deutschland „Man kann frei reden“. 40 Prozent der Befragten meinen dagegen, man solle lieber vorsichtig sein. Coronapandemie, Ukrainekrieg, Migration, Klimawandel sowie die Debatten um Rassismus, Gendern und Patriarchat – viele scheuen sich, ihre Meinung dazu offen zu äußern. Finden Diskussionen statt, werden sie oft verbissen und von beiden Seiten mit Diffamierungen geführt.
Der offene und freie Wettbewerb von Meinungen ist unverzichtbar, soll die Demokratie funktionieren. Das Bundesverfassungsgericht hat die Meinungsfreiheit wiederholt als „schlechthin konstitutiv“ für die liberale Demokratie bezeichnet und dabei den Raum des legal Äußerbaren sehr weit gezogen.
Ist die Meinungsfreiheit in Deutschland tatsächlich in Gefahr? Oder sind die Befürchtungen übertrieben?
Mehr Demokratie setzt sich mit dem Thema in einer Reihe von Zoom-Podiumsdiskussionen auseinander. Wir laden Sie herzlich zu dieser digitalen Veranstaltungsreihe ein! Gemeinsam mit renommierten Expertinnen und Experten beleuchten wir unterschiedliche Facetten der Debatte – philosophisch, rechtlich und empirisch.
Online-Veranstaltung: Hass und Desinformation im Netz – Zwischen Schutz und Kontrolle
Wann? Donnerstag, 30. Oktober, 19 Uhr
Wo? Online via Zoom
Das Internet prägt unsere öffentliche Debatte – und spaltet sie gleichzeitig. Hassbotschaften, Verschwörungserzählungen und gezielte Desinformationskampagnen beeinflussen, was wir denken und wem wir vertrauen. Doch während die Probleme sichtbarer werden, wächst auch die Spannung zwischen Schutz vor Missbrauch auf der einen und unseren Grundrechten auf der anderen Seite. Zwar ist das Internet längst kein rechtsfreier Raum mehr – persönliche Angriffe und Aufrufe zur Gewalt sind auch online strafbar. Doch die Realität ist komplizierter. Über diese und weitere Widersprüche und Herausforderungen diskutieren unsere Expertinnen und Experten.
Gäste:
- Prof. Dr. Christian Hoffmann (Universität Leipzig) – Professor für Kommunikationsmanagement
- Holger Marcks (Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft) – Redakteur des Online-Magazins „Machine Against the Rage"
- Prof. Dr. Alexander Peukert (Goethe-Universität Frankfurt am Main) – Professor für Bürgerliches Recht, Wirtschaftsrecht und Informationsrecht
Moderation: Johannes Alber (Mehr Demokratie)
Vergangene Termine:
26. März 2025: Dialog zur Lage der Meinungsfreiheit
2. April 2025: Vertiefung & Diskussion in kleiner Runde
6. Mai 2025: Meinungsfreiheit & Recht – Was sagt das Grundgesetz?
Diese Diskussionsreihe steht allen offen – laden Sie gerne Interessierte ein und teilen Sie den Link zur Anmeldung.
Die Veranstaltungsreihe endet vorraussichtlich 2026.