Sind Bürgerräte die Zukunft der Demokratie?

Am 25. September begrüßt die Utopia-Buchhandlung in Paris Bertrand Séné und Beverley Toudic zu einer Diskussion über Bürgerräte.
Bertrand Séné geht in seinem Zukunftsroman „Après la Commacratie“ davon aus, dass per Losverfahren zusammengestellte Bürgerräte das Herzstück der Demokratie von morgen bilden werden. Für ihn gibt es tausend Gründe zu der Annahme, dass das auf politischen Parteien und Wahlen basierende System seinem Ende entgegengeht und dass in Zukunft möglichst viele Entscheidungen in Versammlungen getroffen werden, die auf kollektiver Intelligenz beruhen.
Die Postdoktorandin Beverley Toudic ist gerade mitten in der Durchführung des französischen Bürgerrates zur Demokratie, der von September bis Dezember 2026 in Lille stattfindet und dessen wissenschaftliche Beobachtung sie ebenfalls koordiniert.
Bertrand Séné, Absolvent der Sciences Po Paris, ist Autor von Zukunftsromanen. „Écosophia“ (2017) entwirft die wirtschaftlichen, monetären und finanziellen Spielregeln, die geändert werden müssen, um bis 2050 eine wirklich nachhaltige Wirtschaft zu erreichen.
„Après la Commacratie“ (Mai 2026) entwirft die politischen Spielregeln, die geändert werden müssen, um die Zukunft der Menschheit und der belebten Welt zu sichern.
Beverley Toudic ist Doktorin des öffentlichen Rechts an der Universität Lille. Ihre Dissertation, die sich mit der Rolle der Bürgerinnen und Bürger bei der Ausarbeitung und Kontrolle von Gesetzen befasst, stützt sich auf eine vergleichende Studie zu Frankreich, Italien und der Schweiz. Ihre Forschungsarbeiten befassen sich im weiteren Sinne mit Bürgerbeteiligung und dem Wandel demokratischer Institutionen. Sie lehrt öffentliches Recht an der Universität und ist stellvertretende Direktorin des Institut Rousseau, einer unabhängigen Denkfabrik, die sich ökologischen und demokratischen Herausforderungen widmet.
Veranstaltung online
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