Sammeln mit Hunden und Geschenken

Nun stehe ich hier mit laufender Nase und tränenden Augen im Jenischpark. Fingerkuppen und Ohren schmerzen. Trotzdem: Ich spreche einen Passanten an, der seinen Hund ausführt. Er weiß sofort bescheid und will unterschreiben. Der Kugelschreiber ist eingefroren; mühsam kratzt er seinen Namen ins Papier. Egal, jede Unterschrift zählt. Ich wärme solange meine Hände an seinem Hund.

Thorsten geht einfach nur vor die Tür und wird beschenkt. Ich weiß immer noch nicht, wie er das immer macht, aber es geht irgendwie. Zufälligerweise begegnete er in Altona einem pensionierten Lehrer, der ihn bereits zwei Tage zuvor eingeladen und mit einem Buch beschenkt hatte. Nun schenkte er Thorsten eine Mandarine. Eine alte Dame schenkte ihm dann noch einen Euro für einen Kaffee, der ihm in der Imbissbude aber auch geschenkt wurde. Auf diesem Wege möchte Thorsten sich dafür noch mal bei allen großzügigen Helfern bedanken.

 

Nachdem wir am Samstag ein Rekordergebnis erreicht hatten, lief der Sonntag nicht ganz so gut. Ein besonders kluger Sammler war so geschickt Supermärkte aufzusuchen, die am Wochenende geöffnet haben: "Auf der Reeperbahn sonntags um elf …" Aber sonst blieben viele Menschen zu Hause und verzichteten auf einen Spaziergang. Ein paar waren aber dann doch da, und so sind wir mit dem Ergebnis des Tages zufrieden.

Teilen:
nach oben