Hamburg: Ansichten eines Joggers

Am Wochenende liefen Aktive von Mehr Demokratie beim Alsterlauf in Hamburg mit. Unterstützt wurde die sportliche Truppe von Daniel Schily und Waldemar Magel aus dem Kölner Büro, die sich damit für die Hamburger Hilfe bei dem Aktionscamp in Köln bedankten:

Gleich nach der Anreise am Samstag hieß es, mit anzupacken. 3.800 Plakatträger waren von den fleißigen Helfern um Manfred Brand gefertigt worden. Diese wurden nun beklebt. Damit wird bald in der ganzen Stadt auf den Volksentscheid am 14. Oktober aufmerksam gemacht.

 

An dem sonnigen Sonntag hatten sich in der Hamburger Innenstadt mehr als 6.000 Personen versammelt, um gemeinsam um die Alster zu laufen. Die Strecke war 10 km lang. Unsere Gruppe machte sich bereit, ihre Botschaft der laufenden Menge mitzuteilen. Zu diesem Zweck trug jeder ein T-Shirt. Zudem hatten wir uns im Vorfeld eine Menge Kondition angeeignet, die sich auf die einzelnen Mitglieder der Gruppe allerdings recht unregelmäßig verteilte. Wir liefen gemeinsam, denn wir wollten auffallen. Nach einiger Zeit fasste einzelne der Ehrgeiz. Sie lösten sich von der Gruppe und liefen nach vorne. Aber nur, um sich anschließend wieder nach hinten fallen zu lassen - schließlich war unsere Botschaft auf der Rückseite des T-Shirts. Auf diese Weise wurde Botschaft unter die laufende Menge gebracht. Dieses Manöver wiederholten wir des öfteren!

Während des Laufes genoss ich das schöne Panorama, das die Alster bietet. Alle Läufer wurden von der Zuschauermenge angefeuert. Allmählich kam ich dem Ziel näher. Ich machte noch eben ein Selbstportrait mit der Digital-Kamera, dann ging es zack über die Linie.

Am Ziel holten wir unsere Geheimwaffe raus und hielten die Zahl "607.468" hoch. So viele Ja-Stimmen brauchen wir beim Volksentscheid.

Doch unser Plan hatte einen Schönheits-Fehler: Uns sahen nur die Läufer, nicht aber die Zuschauer. Und so sprinteten wir ein paar hundert Meter zurück, kletterten über die Absperrung (was offiziell nie geschah) und rannten noch mal gemeinsam über die Ziellinie. Jetzt waren die Zahlen für alle sichtbar.

Und diese Aktion trug weitere Früchte: Der Moderator des Rennens erkannte Daniel Schily und auch unsere Absicht, nämlich die Stärkung des Volksentscheides! Bei unserem Zieleinlauf machte er eine entsprechende Durchsage.

Am Abend wurde dann zusammen mit allen Helfern der Plakat-Aktion in entspannter Atmosphäre gegrillt.

 

<typohead type=4>Waldemar Magel</typohead>

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