Die Menschen geben den Ton an: Wie Bürgerräte den weltweiten Klimaschutz mitgestalten
Überall auf der Welt entwickeln Menschen und Gemeinschaften Antworten auf die Klimakrise. Der Globale Bürgerrat bringt diese Initiativen zusammen und will dafür sorgen, dass die Perspektiven der Bevölkerung stärker in weltweite politische Entscheidungen einfließen.
Bei der Veranstaltung kommen Mitglieder des Bürgerrates sowie Organisatorinnen und Organisatoren lokaler Bürgerräte aus Indonesien, Uganda, Kolumbien, Brasilien und weiteren Ländern zusammen. Gemeinsam mit Expertinnen und Experten berichten sie über ihre Erfahrungen und diskutieren, welche Schlussfolgerungen sich daraus für die Bereiche Ernährung und Klima ziehen lassen.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die in Bürgerräten und lokalen Gemeinschaften entwickelten Vorschläge in die internationale Klimapolitik einfließen können. Neben Forscherinnen und Forschern sowie Praktikerinnen und Praktikern beteiligen sich auch Vertreterinnen und Vertreter der Präsidentschaften der Weltklimakonferenzen COP30 und COP31 an der Diskussion. Dabei soll insbesondere erörtert werden, wie die Ergebnisse in den multilateralen Klimaprozess eingebracht werden können.
Erfahrungen aus Indonesien, Uganda und Kolumbien
Ahmad Marzuki, Fischer aus Indonesien, berichtet über sinkende Fangmengen und Vertreibung sowie über die Zusammenhänge zwischen Klimawandel, Ernährung und den Lebensgrundlagen der Küstenbevölkerung.
Anna Mbabazi, Milchbäuerin aus Uganda, nahm am Globalen Bürgerrat teil und brachte ihre Erfahrungen anschließend in ihre Gemeinde ein. Dort führte sie weitere Landwirtinnen und Landwirte in einem lokalen Bürgerrat zusammen.
Abraham Jayariyu, ein Anführer der Wayúu aus Kolumbien, bringt das über Generationen weitergegebene Wissen seiner Gemeinschaft in die internationale Klimadebatte ein. Im Mittelpunkt steht für ihn die Frage, was es bedeutet, für kommende Generationen ein guter Vorfahr zu sein.
Kalpana Arias, Klimaaktivistin, Gründerin von PLAY und Organisatorin eines lokalen Bürgerrates, berichtet über ein Verfahren in London, bei dem Einwohnerinnen und Einwohner darüber beraten, wie in ihrer Stadt Lebensmittel angebaut werden sollen.
Von Bürgerräten zur internationalen Klimapolitik
Auf die Erfahrungen und Vorschläge reagieren Laurence Tubiana, Geschäftsführerin der European Climate Foundation und eine der Architektinnen des Pariser Klimaabkommens, sowie Oliver Escobar, Professor an der Universität Edinburgh. Das Gespräch führt Kirsten Dunlop, Geschäftsführerin von EIT Climate-KIC.
Die Veranstaltung soll dazu beitragen, die gemeinsamen Anliegen der beteiligten Bürgerinnen und Bürger zu bündeln und in die Vorbereitungen auf die Weltklimakonferenz COP31 einzubringen.
Jetzt anmelden!