Anekdoten vom Omnibus

In den Endspurt bei unserem Volksbegehren in Thüringen greift nun auch der weiße Omnibus ein. Dort erlebt man so einiges, wie Alexander Slonka live berichtet.

Der Omnibus ist seit einigen Tagen wieder auf Tour durch Thüringen und heute statten Ralf-Uwe und ich ihm erneut einen Besuch ab. Wir treffen ein Bus-Team in bester Laune. In Arnstadt kommen weit über 700 Unterschriften für das Thüringer Volksbegehren zusammen. Und das ist noch eines der schlechteren Ergebnisse; am besten Tag kamen über 1300 Unterschriften beisammen.

 

Auf dem Parkplatz einer Kaufhalle, wo Ralf-Uwe und ich die Zeit bis zum Abendessen überbrücken, kann ich dann einen kleinen Sieg feiern. Ralf-Uwe und ich haben zwei Stunden Zeit zum Sammeln. Während Ralf-Uwe auf der Jagd nach Unterschriften über den ganzen Parkplatz hetzt, spreche ich die Passanten an, die auf den Eingang der Kaufhalle zulaufen. Am Ende steht es trotz niedrigerem Energieaufwand meinerseits 38 Unterschriften zu 37 Unterschriften für mich. Ralf-Uwe springt ob dieser Niederlage noch mal entrüstet aus dem Auto, hat aber auf dem mittlerweile deutlich geleerten Parkplatz keine Möglichkeit mehr, noch eine Unterschrift zu bekommen. Ich genieße still meinen Triumph. Fairerweise muss man allerdings auch anmerken, dass Ralf-Uwe einige Zeit für ein längeres Telefonat aufwenden musste.

 

Busfahrer Werner Küppers erzählt beim gemeinsamen Abendessen beim Italiener einige Anekdoten von der Tour durch Thüringen. So musste er in Erfurt morgens um vier einen angetrunkenen Jugendlichen vom Dach (!) des Omnibusses jagen. Wie derjenige auf den gut vier Meter hohen Bus gekommen ist, bleibt allen ein Rätsel. Ihm selbst wohl auch. Schließlich kam er ohne Hilfe nicht mehr runter. Morgens um sieben klopften dann schon die ersten Unterschriftswilligen an die Bustour; an genügend Schlaf oder ein gemeinsames ruhiges Frühstück ist im Endspurt des Volksbegehrens also auch für das Bus-Team nicht zu denken. Wir werden alle bis zur letzten Minute kämpfen...

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